Meine Tante hat mir wie in jedem Jahr ein paar Zeilen zum Jahresende geschrieben. Weil sie ebenfalls Kommunalpolitikerin ist, hat sie mir aufmunternde Worte zur FDP mitgeschickt.
Der Zustand der FDP im vergangen Jahr ist in der Tat bedauernswert. Viele Wahlen sind verlorengegangen und mit den “freiwilligen” Abschieden unseres Parteivorsitzenden Guido Westerwelle und unseres Generalsekretärs Christian Lindner hat sich das Personalkarussell heftig gedreht. Von liberalen Inhalten war bis auf Ausnahmen wie den Mitgliederentscheid zur Schuldenkrise, die Abschaffung der Internetsperren oder des Datenmonsters Elena auch wenig zu sehen und zu hören.
Meine Tante schrieb, ich solle nicht traurig über meine Partei sein. Dafür bin ich ihr sehr dankbar, hat sie mich doch auf eine sehr wichtige Sache aufmerksam gemacht. Ich bin traurig über die Inhalte, die wir im vergangenen Jahr trotz Regierungsbeteiligung nicht umsetzen konnten. Über die Partei bin ich aber nicht traurig, ist sie doch nur Mittel, um Politik zu gestalten. Sollte es die FDP irgendwann tatsächlich nicht mehr geben, so werden ich und andere engagierte Liberale andere Möglichkeiten finden, uns für die Gesellschaft einzusetzen. Vielleicht in einer anderen Partei, einem Verein oder auch einfach nur durch bürgerschaftliches Engagement für eine Sache, die uns wichtig ist. Denn liberal heißt, selbst anpacken und selbst gestalten.
Sie wollen auch anpacken und gestalten? Dann melden Sie sich bei mir. Ich freue mich darauf!


