Eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Großkrotzenburg an einer Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule lehnt der Bürgermeisterkandidat Daniel Protzmann entschieden ab. „Die dringend notwendige Sanierung der Schule von einer Kostenbeteilung der Kommune abhängig zu machen, ist Erpressung“, stellt Protzmann fest und erklärt, dass allein der Main-Kinzig-Kreis als Schulträger für die Unterhaltung der Schule verantwortlich ist.
In einer öffentlichen Sitzung der FDP-Kreistagsfraktion Ende Februar in Großkrotzenburg war auch über die geplante Sanierung der Grundschule gesprochen worden. In einer Pressemitteilung der CDU hat der Kreistagsabgeordnete Aloys Lenz das Projekt jetzt von einer finanziellen Beteiligung der Gemeinde abhängig gemacht. Der CDU zufolge wirbt auch Bürgermeister Friedhelm Engel für diese Beteiligung.
Diesen Forderungen stellt sich der Bürgermeisterkandidat Protzmann entschieden entgegen. Zwar habe die Gemeinde die Schule in der 60er Jahren selbst gebaut, mittlerweile sei aber der Main-Kinzig-Kreis Schulträger. „Es ist ein Skandal, die Sanierung erst vor sich her zu schieben und jetzt auch noch eine Beteiligung der Gemeinde zu fordern“, kritisiert der FDP-Fraktionsvorsitzende die CDU.
Protzmann verweist außerdem auf die Kreis- und Schulumlage, die die Gemeinde Großkrotzenburg zahlt. Allein in diesem Jahr zahlt Großkrotzenburg 7,8 Millionen Euro Kreis- und Schulumlage. Dies ist die mit Abstand größte Position im Haushalt der Gemeinde. „Im Vergleich dazu sind die 5,5 Millionen Euro, die der Kreis in den kommenden fünf Jahren an unserer Grundschule investieren möchte, eine vergleichsweise geringe Summe“, stellt der Bürgermeisterkandidat heraus.
„Eine finanzielle Beteiligung der Kommune an diesem Projekt ist nicht im Sinne der Gemeinde“, stellt Protzmann klar. Nur weil der Kreis in einer schwierigen Haushaltslage sei, könne er seine Kosten nicht länger auf die Kommunen abwälzen. Der Liberale fordert den Main-Kinzig-Kreis auf, endlich seinen Aufgaben nachzukommen und das Projekt Geschwister-Scholl-Schule zum Wohle der Kinder zügig in Angriff zu nehmen.


