09.03.2010 – Hahn unterstützte Protzmann im Wahlkampf-Endspurt

Jörg-Uwe Hahn, FDP-Landesvorsitzender und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Hessen und Bürgermeisterkandiat Daniel Protzmann standen bei einem Bürgergespräch am 2. März allen Interessierten Rede und Antwort. Etwa 50 Bürgerinnen und Bürger nutzten das Angebot und informierten sich im Limesforum bei den Liberalen über aktuelle Themen aus Großkrotzenburg, Hessen und Deutschland.

Alexander Noll, Daniel Protzmann, Jörg-Uwe Hahn und Jürgen Kerl

Bürgermeisterkandidat Daniel Protzmann (2.v.l.) und FDP-Landesvorsitzender Jörg-Uwe Hahn (2.v.r.) nach dem Gespräch. Auch der Landtagsabgeordnete Alexander Noll (links) und Jürger Kerl waren zur Diskussion gekommen.

Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Ortsvorsitzenden Jürgen Kerl gab Hahn einen Überblick über die aktuellen politischen Themen auf Bundes- und Landesebene. Dabei betonte er, dass die CDU-FDP-Koalitionen auf beiden Ebenen grundsätzlich gute Sacharbeit leisteten. Wie in Berlin gebe es auch in Hessen bei vielen Themen unterschiedliche Auffassungen zwischen FDP und CDU. Allerdings würden in Hessen Sachfragen erst hinter verschlossenen Türen geklärt und nicht öffentlich über die Presse ausgetragen. Er wünschte sich auch auf Bundesebene eine ruhigere Zusammenarbeit.

Protzmann verzichtete auf lange einführende Worte und stellte sich unmittelbar den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. „Ich bin für den Ausbau des Kraftwerks Staudinger, allerdings müssen dabei alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden“, antwortete der Liberale deutlich auf die Frage nach seiner Position zum Bau von Block IV.

Stärker umstritten war die Forderung, eine neue Umgehungsstraße für Großkrotzenburg zu bauen. Protzmann lehnte die vorgeschlagene Umgehungsstraße zwischen der Underwood-Kaserne in Großauheim und der B8 dabei klar ab. Neben der Zerschneidung eines Umweltschutzgebietes und den hohen Kosten spielte für den Kandidaten die zeitliche Perspektive bis zu einer Umsetzung des Projektes eine große Rolle. „Die Anlieger brauchen nicht erst in 40 Jahren Entlastung – wir müssen die Chance nutzen, bei der bevorstehenden Sanierung der Taunus- und Lindenstraße das Problem innerhalb des Ortes anzugehen“, forderte Protzmann. Die Gemeinde müsse für verkehrsberuhigende Maßnahmen innerhalb Großkrotzenburgs eintreten und die bestehende Ortsumfahrung so im Vergleich zum Weg durch den Ort attraktiver machen.

Das Bürgergespräch war mit 50 Personen gut besucht.

Gezielt wurde nach der Förderung des ehrenamtlichen Engagements gefragt. Der Einsatz der Bürgerinnen und Bürger sei ein Potential, das in Zukunft noch stärker genutzt werden müsse, so Protzmann. Deswegen müsse die Gemeinde neue Wege bei der Bürgerinformation und der Bürgerbeteiligung gehen. „Ich will nicht die Verwaltung in den Mittelpunkt meiner Arbeit stellen, sondern die Interessen der Großkrotzenburgerinnen und Großkrotzenburger“, legte der Liberale unter Beifall die Leitlinie seiner Arbeit fest.

Weitere Themen des 90-minütigen Bürgergespräches waren eine Förderung des Tourismus in der Gemeinde, die Weiterentwicklung von Freizeitmöglichkeiten und die Haushaltslage der Gemeinde. Protzmann wünschte sich in diesem Zusammenhang einen Leitbildprozess für die Gemeinde. „Nicht alles was wir uns wünschen, werden wir uns finanziell leisten können. Deswegen möchte ich zusammen mit Bürgerinnen, Bürgern, Vereinen und Politik festlegen, wohin wir uns in den kommenden fünf bis zehn Jahren entwickeln wollen“, erklärte der Kandidat. Nur wenn man das Ziel kenne, könne man auch einen Weg dorthin planen.