E-On wird in Großkrotzenburg ein neues Verfahren zur Reduzierung des Quecksilberausstoßes einsetzen. Das berichten FDP-Bürgermeisterkandidat Daniel Protzmann und Frank Sürmann, der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag von einem Besuchstermin am Mittwoch. „Es ist ein wichtiger Schritt im Genehmigungsverfahren, dass E-On bei der Quecksilberemissien nachbessert“, freut sich Protzmann.

FDP-Bürgermeisterkandidat Daniel Protzmann (rechts) besuchte zusammen mit Frank Sürmann (links), dem umweltpolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, das Kraftwerk Staudinger. Kraftwerksleiter Edgar Kaufhold (Mitte) erläuterte dabei die geplanten Umweltverbesserungen.
Auf Initiative Protzmanns war Sürmann nach Großkrotzenburg gekommen, um sich persönlich ein Bild vom geplanten Bau des Blocks 6 zu machen. „Eine Sicherung des Kraftwerksstandortes Staudinger kann es nur geben, wenn dabei auch der Umweltschutz im Mittelpunkt steht“, ist Protzmann überzeugt. Auch die FDP-Landtagsfraktion hat in diesem Zusammenhang auf eine Verringerung der Quecksilberemissionen gedrängt.
Zusammen mit Kraftwerksleiter Edgar Kaufhold erörterten Protzmann und Sürmann, mit welchen Verfahren E-On die Quecksilberreduzierung erreichen will. Dabei steht ein neuartiger Katalysator im Mittelpunkt, der den Ausstoß des Schwermetalls durch eine Oxidation in der Rauchgasreinigung deutlich verringern soll. „E-On will bereits im Mai erste Tests starten und das Verfahren weiter optimieren“, berichtet Protzmann aus dem Gespräch. Ziel ist es, dass Wasser, das in den Main abgeleitet wird, Trinkwasserqualität hat.
Der liberale Bürgermeisterkandidat sieht es als wichtige Aufgabe der Gemeinde an, den Kraftwerksstandort zu erhalten. „Derzeit ist die Gemeinde von den Einnahmen abhängig. Daneben sichert das Kraftwerk viele Arbeitsplätze in der Umgebung und ist entscheidend für die Versorgungssicherheit in der Rhein-Main-Region“, erklärt Protzmann seinen Standpunkt. Deswegen setzt er sich bereits jetzt auf politischer Ebene für den Bau von Block 6 ein.

